Altmühltaler Kalksteine e.V.

Abbau und Verarbeitung von Jura-Marmor

Im Juramarmor ist die Methode zur Blockgewinnung seit den zurückliegenden hundert Jahren im Wesentlichen gleich geblieben. Noch immer werden die durch dünne Mergelschichten getrennten Blöcke durch Bohren und Abspalten (Abheben) gewonnen. Lediglich die Hilfsmittel und Werkzeuge änderten sich mit zunehmend technischer Modernisierung. Früher mußte der Abraum, der die brauchbaren Gesteinslagen bedeckt, in mühevoller Handarbeit abgetragen werden. Heute wird er von leistungsfähigen Baggern und Radladern beseitigt.

Die Frankenalb im bayerischen Naturpark Altmühltal ist das größte zusammenhängende deutsche Natursteinabbaugebiet. Hier werden unter strengen Umweltanforderungen und in hohem ökologischen Verantwortungsbewußtsein durch naturschonenden Abbau der sogenannte Jurakalkstein/Juramarmor und der Solnhofener Naturstein gewonnen.


Blocklager

Nach dem Abspalten werden die Blöcke nach Größe und geologischer Gegebenheit aufgeteilt und im Werk an den Seitenflächen mittels Kreissägen beschnitten. Mit Diamantgattern werden die Blöcke zu 1 bis 4 Zentimeter dicken Rohplatten zersägt. Auf Schleif- und Polierstraßen entstehen danach die verschiedenen Einzelprodukte. Gelegentlich finden sich in den bearbeiteten Platten offene Poren, die mit UV-Kitt geschlossen werden.

In der Innenarchitektur findet der Juramarmor hauptsächlich mit polierter oder geschliffener, neuerdings auch mit sog. "antiker" Oberfläche als Bodenbelag, Wandbekleidung, Treppenstufe und Fensterbank Verwendung. Im Außenbereich werden oft Platten mit geschliffener oder gesägter Oberfläche als Fassadenbekleidung, für Massivbauten und als Dekorationssteine verwendet. Weitere Oberflächenbearbeitungen sind Sandstrahlen, Stocken, Riffeln und Scharrieren.


Brückenportalsäge
Mehrblattsäge
CNC Fräse

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